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DezemberDer Räum- und Streudienst im Winter ist für den öffentlichen Raum Aufgabe der städtischen Verwaltung. Diese bedient sich der Stadtentsorgung, um ihrer Verpflichtung nachzukommen. Die den Bedürfnissen entsprechende Technik muss so beschaffen sein, dass eine anderweitige Nutzung außerhalb des Wintereinsatzes möglich wird. NovemberDie geordnete Hausmüllentsorgung war zu DDR-Zeiten durch die unzureichende Technikzuführung immer mehr zu einem gravierenden Problem geworden. Nach der „Wende“ 1989 war es daher im Januar 1990 ein vordringliches Anliegen, diesen Engpass zu überwinden. Die unbürokratische Übergabe von zwei Müllsammelfahrzeugen durch die Partnerstadt Bremen war der Anfang der Erneuerung der Stadtentsorgung in Rostock. OktoberDas Reinigen der Straßen mit Kehrmaschinen setzte sich in der Weimarer Republik durch. Zunehmend wurde Technik für diese „atemberaubende“ Tätigkeit genutzt. Vielen älteren Bürgern werden noch die Großdemonstrationen zu DDRZeiten im Gedächtnis geblieben sein. Die anschließende Reinigung der Straßen musste dann sofort nach deren Ende mit einem Großaufgebot an Straßenkehrmaschinen bewältigt werden. SeptemberGrößere Mülleinheiten einer geordneten Beseitigung zuzuführen, wurde erst nach der Einführung einer Sperrmüllabfuhr möglich. Auch dann gab es leider noch Zeitgenossen, die versuchten, beispielsweise Schrott, Bauschutt oder Haushaltgroßgeräte mit entsorgen zu lassen. Heute ist es üblich, dass erst nach einer Voranmeldung eine „kontrollierte“ Abfuhr erfolgt. AugustUm 1900 war das Rostocker Polizeiamt für die Stadtreinigung zuständig. Bis zum heute eigenständigen Unternehmen war es aber noch ein langer Weg. So wurde 1953 aus dem Kommunalen Wirtschaftsunternehmen Rostocks der VEB Stadtreinigung mit Sitz in der Grubenstraße ausgegliedert. Nach Umzug zum Petridamm 1971 entstand 1990 aus diesem Betrieb die heutige Stadtentsorgung Rostock GmbH. JuliBereits im Frühmittelalter hatte die Fäkalienentsorgung in der Stadt eine hohe Priorität. Die Zwischenlagerung von Exkrementen in so genannten Schwindgruben (heute eine wichtige archäologische Fundstätte) war üblich. JuniMit dem motorisierten Verkehrsgeschehen kam den „Bürgersteigen“ oder „Trottoirs“, die später zum Teil zu Fußgängerzonen umgewandelt wurden, eine große Bedeutung zu. Auf Ihnen konnten sich die Passanten gefahrlos bewegen. Speziell deren Reinigung und Sauberhaltung dienten die vorgestellten Gerätschaften. MaiBis zum Zweiten Weltkrieg wurden die Hauptstraßen der Stadt an heißen Sommertagen regelmäßig gesprengt. Heute wird das Sprengen von Straßen und Plätzen nicht mehr praktiziert. AprilNach dem Ersten Weltkrieg erhielt das Umweltbewusstsein einen höheren Stellenwert. Die akkurate Reinhaltung des Lebensumfeldes wurde Standard. Die Stadt plante sogar den Bau einer Müllverbrennungsanlage, wie sie bereits in einigen deutschen Großstädten existierte. Letzlich scheiterte dieses Vorhaben daran, dass es noch genügend Restflächen im Stadtrandgebiet zur Müllaufnahme gab. Statt dessen wurde motorisierte Entsorgungstechnik, wie hier als Zeichnung dargestellt, beschafft, und deren Einsatz zur Normalität. MärzDie XXVI. Versammlung des Deutschen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege fand 1901 in Rostock statt. Hier nahmen Fragen der Sauberhaltung der Städte und Gemeinden des Deutschen Reiches einen breiten Raum ein. Der Rostocker Senator Blanck berichtete über diesbezügliche Rostocker Gegebenheiten und die Aufgaben der die Straßenreinigung realisierenden Polizeiwärter. |